“Du solltest dir keine Sorgen um den Roboter machen.”
Dies war keine beiläufige Bemerkung – es war das philosophische Fundament, mit dem Chaoyi Li, Leiter der Globalisierung bei Booster Robotics, das Publikum auf dem Humanoids Summit London 2025 in seinen Bann zog. Und ehrlich gesagt, wenn jemand dir sagt, du sollst dir keine Sorgen über eine Maschine machen, auf der man anscheinend Beton zerbrechen kann, wirst du aufmerksam.
Die Haltbarkeitsrevolution: Wenn Roboter unzerstörbar werden
Stell dir diese Szene auf Londons prestigeträchtigster Konferenz für humanoide Robotik vor: Ein Präsentator erklärt selbstbewusst, dass ihre Roboter so robust sind, dass man buchstäblich Beton auf ihnen zerbrechen könnte. Nicht gerade eine typische Produktdemonstration, aber Booster Robotics ist auch kein typisches Robotikunternehmen.
Lis Präsentation konzentrierte sich auf eine radikale Abkehr vom traditionellen “mit Vorsicht behandeln”-Ansatz in der Robotik. Statt Roboter wie empfindliche Laborinstrumente zu behandeln, hat Booster ihre Maschinen mit realer Widerstandsfähigkeit im Blick konstruiert.
Die “Keine-Sorgen”-Philosophie
Das Kernprinzip ist wunderbar einfach und dennoch revolutionär: Wenn ein Fehler auftritt, sollte der Roboter nicht beschädigt werden, wenn er fällt oder umgestoßen wird. Es geht nicht nur um bessere Technik – es geht darum, grundlegend zu verändern, wie wir mit Robotersystemen interagieren.
Denk darüber nach: Wie oft hast du Robotervorführungen gesehen, bei denen Ingenieure nervös bereitstehen, um ihre millionenschwere Kreation beim ersten Anzeichen von Instabilität aufzufangen? Beim Humanoids Summit griff jemand instinktiv nach dem Sicherheitsgriff, als ein Roboter sich auf Liegestütze vorbereitete, aber die Botschaft war klar – diese Maschinen sind gebaut, um mit dem Unerwarteten umzugehen.
Developer-First: Klein anfangen, groß denken
Einer der aufschlussreichsten Momente in Lis Präsentation kam bei der Diskussion der Entwicklungsstrategie. Anstatt direkt zu massiven, Schlagzeilen machenden Humanoiden zu springen, befürwortet Booster einen “klein anfangen, nach oben skalieren”-Ansatz.
Warum kleiner sinnvoller ist
Praktische Entwicklung: Kleinere Roboter sind für Entwickler einfach leichter zu handhaben. Weniger Gewicht bedeutet weniger Sicherheitsbedenken, einfacheren Transport und besser beherrschbare Testumgebungen.
Wirtschaftliche Realität: Während Li sich diplomatisch auf den Entwicklerkomfort konzentrierte, gibt es einen offensichtlichen wirtschaftlichen Vorteil – wenn trotz aller Haltbarkeit etwas schiefgeht, stellen kleinere Roboter ein überschaubareres Investitionsrisiko dar.
Marktgegebenheiten: Es gibt deutlich weniger Roboter-Softwareentwickler als traditionelle Softwareentwickler. Indem sie die Roboterentwicklung durch kleinere, besser handhabbare Plattformen zugänglicher machen, können Unternehmen die Einstiegshürde für dieses expandierende Feld senken.
Die Krise des Entwicklermangels
Li hob eine kritische Branchenherausforderung hervor, die bei spektakulären Robotervorstellungen oft übersehen wird: die Talentlücke. Die Robotikindustrie steht vor einem grundlegenden Mangel an spezialisierten Entwicklern im Vergleich zum breiteren Software-Entwicklungs-Ökosystem.
Diese Knappheit betrifft nicht nur Zahlen – es geht um Zugänglichkeit. Traditionelle Roboterentwicklung war die Domäne hochspezialisierter Ingenieure, die in kontrollierten Umgebungen mit teurer, zerbrechlicher Ausrüstung arbeiten. Boosters Ansatz deutet einen anderen Weg an: die Demokratisierung der Roboterentwicklung durch robustere, zugänglichere Plattformen.













