AGIBOT enthüllt Q1: Ein Rucksack-großer humanoider Roboter zum Zerbrechen

Der Traum vom persönlichen Roboter ist gerade geschrumpft – und um einiges robuster geworden. AGIBOT, das Shanghaier Startup, mitbegründet vom Koryphäen-Entwickler und CTO Zhihui Jun (Peng Zhihui), hat offiziell den Q1 enthüllt, einen 0,8 Meter großen humanoiden Roboter, der als „Rucksack-Labor“ für die nächste Generation verkörperter KI konzipiert wurde. Anders als seine hochgewachsenen, kostspieligen Artgenossen wurde der Q1 vor allem für eines konzipiert: Zugänglichkeit.

Die entscheidende Innovation steckt in den Gelenken. AGIBOT behauptet, Hochleistungs-Quasi-Direct Drive (QDD)-Aktuatoren – jene Komponenten, die flüssige, kraftvolle Bewegungen ermöglichen – auf die Größe eines Eis geschrumpft zu haben. Diese Miniaturisierung, gepaart mit seiner geringen Statur, macht den Q1 etwa 1/8 leichter und kleiner im Volumen als typische, ausgewachsene Humanoiden. Das Ergebnis ist ein Bot, der von Natur aus „absturzsicher“ ist – eine Eigenschaft, die Forschenden und Entwicklern kollektiv einen Stein vom Herzen fallen lassen dürfte. Die astronomischen Kosten eines „Faceplants“ bei größeren Robotern waren lange eine Hürde für aggressives, praxisnahes Algorithmentesting.

AGIBOT setzt stark auf das Open-Source-Ethos, um die Verbreitung voranzutreiben. Der Q1 kommt mit einem vollständig offenen SDK/HDK (Software/Hardware Development Kit) und einer „Zero-Code“-Kreativplattform, die es Nutzern ermöglicht, komplexe Bewegungen visuell zu programmieren. Das Unternehmen ermutigt Nutzer sogar, eigene Gehäuse im 3D-Druck zu erstellen, und schlägt augenzwinkernd alles vor, vom Forschungstier bis zum „Cyber-Maid“-Begleiter. Die Intelligenz des Roboters wird von der hauseigenen KI-Plattform „Agi-Soul“ angetrieben, die Aufgaben wie Sprachinteraktion und Lernen übernimmt.

Warum ist das wichtig?

Der AGIBOT Q1 markiert einen signifikanten Wandel in der Philosophie der humanoiden Robotik: Weg von monolithischen, industriellen Großprojekten hin zu einem demokratischeren, PC-ähnlichen Modell. Indem er die finanziellen und psychologischen Kosten des Scheiterns drastisch senkt, lädt er ein viel breiteres Publikum von Studierenden, Makern und Startups dazu ein, mit verkörperter KI zu experimentieren. Dieser Ansatz könnte die Innovation erheblich beschleunigen, indem er die tückische „Sim-to-Real“-Lücke überbrückt und Algorithmen früh und häufig auf physischer Hardware testen lässt. Während größere Bots der Konkurrenz sich auf Fabrikhallen konzentrieren, wettet AGIBOT darauf, dass der nächste große Durchbruch vielleicht aus einem Labor kommt, das in einen Rucksack passt.