Das Defense-Tech-Einhorn Anduril Industries hat den Startschuss für den AI Grand Prix (AI-GP) gegeben – ein globaler Wettbewerb für autonome Drohnenrennen, der direkt aus der Feder von Gründer Palmer Luckey stammt. Bei diesem Event werden Ingenieure weltweit herausgefordert, den ultimativen KI-Piloten zu programmieren. Zu gewinnen gibt es nicht nur ein sattes Preisgeld von insgesamt 500.000 US-Dollar, sondern für die absoluten Top-Performer auch ein Jobangebot, das die üblichen HR-Floskeln elegant überspringt.
Die Regeln sind gnadenlos simpel: Keine menschlichen Piloten, keine Hardware-Basteleien. Jedes Team nutzt eine identische Drohne von Neros Technologies. Damit ist sichergestellt, dass die einzige Variable die Qualität des Autonomy-Stacks ist. Es ist ein reiner Software-Showdown, um herauszufinden, welcher Code einen komplexen Hochgeschwindigkeitskurs am schnellsten und völlig ohne menschliches Eingreifen bewältigen kann. Der Wettbewerb startet im Frühjahr 2026 mit virtuellen Qualifikationsrunden und gipfelt im November 2026 in einer Live-Meisterschaft in Ohio, bei der die Drohnen im direkten Duell gegeneinander antreten.
Warum das Ganze?
Machen wir uns nichts vor: Hier geht es um weit mehr als nur um Ruhm, Ehre und einen dicken Scheck. Der AI Grand Prix ist eine clever eingefädelte Talentschmiede und ein High-Speed-R&D-Labor für die Zukunft der Luftkriegsführung. Indem Anduril sämtliche Hardware-Variablen eliminiert, zwingt das Unternehmen die Teilnehmer dazu, sich auf das Herzstück moderner autonomer Waffensysteme zu konzentrieren: überlegene Software.
Man könnte sagen, es ist die DARPA Grand Challenge, neu aufgelegt für das Zeitalter der algorithmischen Dogfights. Der siegreiche Code wird nicht einfach nur in einer Vitrine verstauben; er markiert einen entscheidenden Fortschritt bei der Entwicklung autonomer Systeme, die Gegner in realen Szenarien ausmanövrieren und überlisten können. Damit wird aus einer Drohnen-Rennliga ein verdammt ernstes Casting für die nächste Generation der Verteidigungstechnologie.













