Genisoms M1 Roboterhund kann schwimmen und ist bereit für die Arbeit

Kaum eine Woche vergeht, da taucht schon wieder ein unfassbar vielseitiger Roboterhund aus Chinas hyper-kompetitiver Robotik-Schmiede auf. Diesmal ist es der Genisom AI „Tongchui M1“, ein Vierbeiner, der nicht nur läuft, trabt und auf zwei Beinen tanzt, sondern auch ganz lässig eine Runde schwimmen gehen kann. Der M1 wird als erster geländegängiger Amphibien-Roboterhund angepriesen und sieht bereit aus, sich richtig unappetitlichen Jobs zu stellen – ein wahrer Robo-Alleskönner, der selbst Poseidon neidisch machen könnte.

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Als industrielles Arbeitstier für extreme Umgebungen angepriesen, scheint das Datenblatt des M1 diese Behauptung locker zu untermauern. Er wartet mit einer vollen IP67-Zertifizierung auf, was ihn staubdicht und tauchfähig macht – quasi ein Unterwasser-Corgi für die Industrie. Der Bot ackert bei Temperaturen von eisigen -20°C bis zu glühend heißen 55°C. Mit einem Gewicht von 35 kg kann er eine Nutzlast von 30 kg schleppen – ein beeindruckendes Nutzlast-zu-Gewicht-Verhältnis, das ihn in eine ganz eigene Liga katapultiert und so manchen Lagerarbeiter vor Neid erblassen lässt.

Der Genisom M1 Roboterhund läuft durch ein seichtes Gewässer.

Vielseitigkeit ist ganz klar das Hauptverkaufsargument des M1, und Genisom AI hat hier wirklich alle Register gezogen. Er ist mit einem Dual-Akku-Hot-Swap-System für den Dauerbetrieb ausgestattet – denn wer will schon, dass der Roboter mitten im Einsatz schlappmacht? – und der Fähigkeit, zwischen traditionellen Füßen und Rädern zu wechseln, um auf glatten Oberflächen schneller voranzukommen. Mit 360-Grad-Sensorik durch LiDAR und Weitwinkelkameras, plus der Fähigkeit, Hindernisse von bis zu 80 cm Höhe zu überwinden, ist er darauf ausgelegt, selbst die verwinkelsten Industriestandorte mit oder ohne menschlichen Bediener zu navigieren. Ein wahrer Houdini der Hardware, der sich durch jeden Parcours schlängelt.

Warum ist das wichtig?

Der Genisom M1 ist eine weitere deutliche Erinnerung an das atemberaubende Tempo der Innovation – und die aggressive Iteration – auf dem Markt für vierbeinige Roboter. Während einige Unternehmen den Formfaktor als Pioniere etablierten, fügen andere nun rasch spezialisierte, industrietaugliche Funktionen wie den Amphibienbetrieb hinzu. Hier geht es nicht nur darum, ein virales Video eines tanzenden Roboters zu erstellen, das uns alle zum Schmunzeln bringt; es geht darum, ein praktisches, robustes Werkzeug für Branchen wie Notfallhilfe, Infrastrukturinspektion und Umweltüberwachung zu entwickeln. In diesen Bereichen ist ein Roboter, der sich nicht von einer Pfütze (oder einem kleinen See) aufhalten lässt, ein erheblicher und potenziell sehr lukrativer Vorteil. Wer hätte gedacht, dass ein nasser Hund so viel Geld wert sein kann?