In der hart umkämpften Arena der Haushaltsrobotik ist ein echter Konsens unter Kritikern so selten wie ein Einhorn. Doch Matic, ein von ehemaligen Google-Ingenieuren gegründetes Robotik-Startup, scheint genau das geschafft zu haben. Der ungewöhnlich designte Saug- und Wischroboter des Unternehmens befindet sich gerade auf einem regelrechten Siegeszug und heimst eine beeindruckende Serie von Bestnoten und Awards der wichtigsten Tech-Publikationen ein.
Laut Unternehmensangaben sicherte sich der Matic-Roboter eine seltene 10/10-Wertung von Wired, eine 9/10 sowie den Titel „Bester Saugroboter“ von The Verge und die begehrten „Editor’s Choice“-Awards von ZDNet und Gizmodo. Dieses Maß an einstimmigem Lob deutet darauf hin, dass Matic hier mehr entwickelt hat als nur einen weiteren scheibenförmigen Staubfänger.
Mit einem Preis von rund 1.095 US-Dollar (ca. 1.000 €) hebt sich der Matic vor allem durch seinen Fokus auf KI-gestützte Vision und Privatsphäre ab. Anstatt auf LiDAR zu setzen, navigiert er mithilfe von fünf RGB-Kameras und einer Nvidia-GPU, die seine KI befeuert. Das Besondere: Sämtliche Daten für das Mapping und die Hindernisumfahrung werden lokal auf dem Gerät verarbeitet. Dieser „Camera-first“-Ansatz ermöglicht es ihm, Objekte wie herumliegende Kabel oder die berüchtigten Hinterlassenschaften von Haustieren in Echtzeit zu erkennen und zu umfahren – eine Disziplin, an der die Konkurrenz regelmäßig scheitert. Zudem kombiniert das Gerät Saugen und Wischen in einem einzigartigen System, bei dem das Schmutzwasser in einem HEPA-Einwegbeutel absorbiert wird. Damit gehören die oft übel riechenden Schmutzwassertanks herkömmlicher Kombigeräte der Vergangenheit an.
Warum das wichtig ist
In einem Markt, der lange Zeit von Platzhirschen wie iRobot dominiert wurde und in dem Herausforderer wie Roborock meist nur evolutionäre Schritte machten, signalisiert der Erfolg von Matic einen potenziellen Paradigmenwechsel. Das universelle Lob der Fachpresse deutet darauf hin, dass Fortschritte in der visionsbasierten KI und der On-Device-Verarbeitung endlich die Kernprobleme lösen, die Nutzer seit Jahren nerven: Festfahren, „Kabelsalat-Frühstück“ und Sorgen um den Datenschutz. Auch wenn einige Tester anmerken, dass seine Bauhöhe ihn daran hindert, unter jedes Möbelstück zu kommen, werden der flüsterleise Betrieb (ca. 55 dB) und die intelligente Navigation durchweg gefeiert. Sollte der Matic im Langzeittest halten, was die ersten euphorischen Reviews versprechen, könnte er die Messlatte für das, was Konsumenten von einem Heimroboter erwarten, massiv nach oben verschieben – und die Konkurrenz zwingen, ihr Festhalten an älteren, weniger intelligenten Navigationssystemen gründlich zu überdenken.













