NVIDIA lässt seine KI endlich auf den öffentlichen Straßen der USA das Steuer übernehmen. Das Unternehmen kündigte an, dass seine DRIVE AV-Software noch dieses Jahr im brandneuen Mercedes-Benz CLA ihre “Address-to-Address” L2++-Autonomfahrfähigkeiten erstmals präsentieren wird. In einer beeindruckenden neuen Demo navigierte das System durch die chaotischen Straßen von San Francisco, ausschließlich mithilfe von Kameras und Radar – eine Meisterleistung, die NVIDIA seiner Dual-Stack-KI zuschreibt, die auf einem Prozessor läuft, der 254 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) bewältigt.

In der Demonstration zeigte Sarah Tariq, NVIDIAs VP of Autonomous Driving Software, wie das System doppelparkende Autos, unberechenbare Fußgänger und ungeschützte Linksabbieger mit einer fast schon unheimlichen, menschenähnlichen Geschmeidigkeit meisterte. Das Herzstück der Magie ist eine Dual-Stack-Architektur: Ein traditionelles, sicherheitsorientiertes klassisches System läuft parallel zu einem End-to-End-KI-Modell, das mit “unzähligen Stunden menschlichen Fahrverhaltens” trainiert wurde. Das Auto wählt dann den sichersten und komfortabelsten Weg, der, so Tariq, meistens der von der KI gewählte ist. Dieser ganze Zauber läuft auf einem einzigen NVIDIA DRIVE AGX Orin System-on-a-Chip ab, der dabei bewusst auf teure LiDAR-Systeme und chronisch veraltete HD-Karten verzichtet.
Der neue CLA, eines der ersten Fahrzeuge, das auf dem neuen Mercedes-Benz Operating System (MB.OS) aufbaut, erhielt kürzlich eine Fünf-Sterne-EuroNCAP-Sicherheitsbewertung. Er erreichte beeindruckende 94 % beim Insassenschutz für Erwachsene und 85 % bei den Sicherheitsassistenzsystemen, wobei die Leistung seiner NVIDIA-gestützten aktiven Sicherheitsfunktionen zu dieser Spitzenbewertung beitrug.
Warum ist das wichtig?
Dies markiert einen bedeutenden Sprung in Richtung des “KI-definierten Fahrzeugs”. Durch den Betrieb auf der neuen Chip-to-Cloud MB.OS-Plattform ist das System für Over-the-Air (OTA)-Updates konzipiert, was bedeutet, dass sich die Fahrkünste des Wagens theoretisch im Schlaf – pardon, im Parkzustand – verbessern könnten. NVIDIA baut nicht nur eine Fahrassistenzfunktion; es schafft eine kontinuierlich lernende Plattform. Das Unternehmen nutzt seine “Cloud-to-Car”-Pipeline und setzt NVIDIA Omniverse ein, um digitale Zwillinge von Fabriken zu erstellen und täglich über eine Million virtuelle Testwiederholungen durchzuführen, um die Software zu validieren. Dieser Ansatz, der reale Kilometer in Milliarden von simulierten Kilometern verwandelt, ist NVIDIAs Plan, seine Technologie nicht nur für Mercedes, sondern auch für Partner wie Jaguar Land Rover, Lucid und Stellantis zu skalieren.






