Ungarische Forscher haben ihre Vision für die Überwachung der Zukunft präsentiert – und die hat wenig mit Taschenlampen-schwenkenden Wachleuten, aber viel mit autonomem Teamwork zu tun. Das HUN-REN Institut für Informatik und Kontrolle (SZTAKI) gab am 28. Januar 2026 bekannt, dass es ein robotergestütztes Patrouillensystem entwickelt hat, das ein Bodenfahrzeug mit Flugdrohnen zu einer lückenlosen Sicherheitslösung kombiniert.
Das Herzstück des Systems ist der Husky UGV, eine robuste, vierrädrige Forschungsplattform von Clearpath Robotics. Dieser 50 kg schwere Roboter ist für jedes Gelände gewappnet und kann eine Zuladung von bis zu 75 kg stemmen. Das Team des SCL (Systems and Control Laboratory) am SZTAKI hat den Husky so aufgerüstet, dass er völlig autonom auf Streife gehen kann. Dabei erkennt er verdächtige Objekte, erstellt präzise 3D-Bilder zur Analyse und – hier wird es richtig smart – koordiniert sich mit Drohnen. Sobald die Bodeneinheit eine Anomalie registriert, fordert sie Luftunterstützung an. Die Drohne liefert dann die entscheidende Vogelperspektive, was eine multidimensionale Einschätzung potenzieller Gefahren ermöglicht, ohne dass sich ein Mensch in die Schusslinie begeben muss.
Warum ist das ein Game-Changer?
Hier geht es nicht nur darum, den klassischen Nachtwächter in Rente zu schicken. Das SZTAKI-Projekt ist ein Paradebeispiel für das Konzept der „Force Multiplication“ in der Sicherheitstechnik. Boden- und Luftroboter arbeiten Hand in Hand, um größere Areale effektiver abzudecken, als es menschliche Teams je könnten. Während der Bodenroboter für die ausdauernde 24/7-Präsenz und detaillierte Nahaufnahmen zuständig ist, sorgt die Drohne für schnelle Reaktionszeiten und den nötigen Überblick. Dieser kollaborative Ansatz schafft ein deutlich robusteres und datengestütztes Sicherheitsnetzwerk. Und das Beste daran: Roboter klauen keine Büromaterialien und legen auch keine unangekündigten Kaffeepausen ein.













