8.000-Dollar-Roboter faltet Wäsche – mit menschlicher Hilfe

Für den stolzen Preis von 7.999 US-Dollar könnt ihr die wohl nervtötendste Hausarbeit der Welt endlich an eine Maschine delegieren: das Wäschefalten. Das in San Francisco ansässige Startup Weave Robotics hat mit der Auslieferung seines ersten kommerziellen Produkts begonnen. Der Isaac 0 ist ein stationärer Roboter, der verspricht, eure Kleidung akkurat in Stapel zu verwandeln. Doch es gibt ein kleines, menschliches Aber: Ganz allein schafft er es noch nicht.

Der Isaac 0 benötigt für eine komplette Ladung Wäsche etwa 30 bis 90 Minuten und verarbeitet dabei T-Shirts, Hoodies, Hosen und Handtücher. Bei großen Decken, Bettlaken oder auf links gedrehter Kleidung stößt er jedoch an seine Grenzen. Das eigentliche Geheimnis hinter seinem Betrieb ist ein hybrider Ansatz aus KI und menschlicher Unterstützung. Wenn sich der Roboter sprichwörtlich verheddert, übernimmt ein menschlicher Teleoperator per Fernzugriff für eine „5 bis 10-sekündige Korrektur“, bevor er das Zepter wieder an die KI übergibt. Weave Robotics verspricht, dass das System durch wöchentliche Updates kontinuierlich lernt und die Abhängigkeit von diesen menschlichen „Joker-Einsätzen“ schrittweise sinken wird.

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Aktuell ist der Roboter ausschließlich für Bewohner der San Francisco Bay Area erhältlich. Der saftige Kaufpreis beinhaltet eine zweijährige Garantie sowie eine bevorzugte Lieferung. Wer vor der hohen Investition zurückschreckt, kann sich für ein Abo-Modell entscheiden, das mit 450 Dollar pro Monat zu Buche schlägt.

Warum ist das wichtig?

Der Isaac 0 ist ein faszinierender – wenn auch sündhaft teurer – Blick in die pragmatische Realität der Haushaltsrobotik. Statt auf die perfekte, vollautonome Lösung in ferner Zukunft zu warten, setzt Weave Robotics darauf, dass Early Adopter bereit sind, schon heute einen Premiumpreis für ein weitgehend automatisiertes System zu zahlen. Dieser „Human-in-the-Loop“-Ansatz ist ein cleverer Workaround für eines der komplexesten Probleme der Robotik: die Manipulation von weichen, unvorhersehbaren Objekten wie Textilien. Es ist das ehrliche Eingeständnis, dass die Technologie noch nicht ganz am Ziel ist, aber der Markt für die Befreiung von lästigen Pflichten bereits existiert. Ob außerhalb des Silicon Valley jemand bereit ist, den Gegenwert eines soliden Gebrauchtwagens hinzublättern, nur um keine Unterwäsche mehr falten zu müssen, bleibt die 8.000-Dollar-Frage.