Das ungarische Robotik-Startup Allonic hat gerade eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von beeindruckenden 7,2 Millionen Dollar abgeschlossen – eine Summe, die laut Unternehmen und Investoren die größte ihrer Art in der Geschichte des Landes ist. Die Runde, angeführt vom Visionaries Club und unter Beteiligung von Day One Capital, nimmt ein Problem ins Visier, das die Branche der Hochleistungsrobotik seit Jahren ausbremst: Wie lassen sich diese verdammt komplexen Maschinen eigentlich in Serie fertigen?
Laut CEO Benedek Tasi begann das Team ursprünglich mit der Erforschung biomimetischer Roboter, merkte jedoch schnell, dass die Montage aus hunderten winziger Einzelteile der direkte Weg in die „Produktionshölle“ war. Ihre Lösung ist eine neuartige Plattform namens 3D Tissue Braiding. Dabei wird das „Gewebe“ eines Roboters – Sehnen, Gelenke und tragende Strukturen – in einem kontinuierlichen, automatisierten Prozess direkt über einen skelettartigen Kern geflochten. Diese Methode erlaubt es, Verkabelungen und Sensoren direkt in den Körper zu integrieren, wodurch eine hochkomplexe Lieferkette und Montage zu einem einzigen automatisierten Schritt verschmilzt.
Warum das wichtig ist
Während schicke KI-Modelle und humanoide Tech-Demos die Schlagzeilen beherrschen, bleibt die eher unglamouröse Fertigung das größte Hindernis für die Roboter-Revolution. Die meisten fortschrittlichen Roboter werden heute noch fast in Handarbeit gefertigt, was sie astronomisch teuer macht und eine echte Massenproduktion verhindert. Allonic wettet 7,2 Millionen Dollar darauf, dass sie die fundamentale Technologie für eine echte Skalierung liefern können, indem sie die Produktion von Grund auf neu denken – mit dem Fokus auf das Wie statt nur auf das Was. Wenn es ihnen gelingt, manuelle Montage durch automatisiertes Weben zu ersetzen, bauen sie nicht nur Roboter; sie bauen die Fabrik, die die Roboter baut. Und genau das ist der eigentliche Game-Changer.













