Tesla, Inc. hat es tatsächlich getan: Das erste serienreife Cybercab ist in der Gigafactory in Austin, Texas, offiziell vom Band gerollt. Das Unternehmen verkündete diesen Meilenstein am 17. Februar 2026 in einem Post auf X und präsentierte den futuristischen Zweisitzer inmitten einer jubelnden Belegschaft. Damit wird ein Fahrzeug endlich greifbar, das jahrelang fast ausschließlich in den ambitionierten Zeitplänen von CEO Elon Musk existierte.
Das Cybercab, auch bekannt als Teslas dediziertes Robotaxi, ist konsequent auf Autonomie getrimmt. Die radikale Entscheidung, auf Lenkrad und Pedale komplett zu verzichten, ist ein mutiges – und rechtlich hochkomplexes – Bekenntnis zum fahrerlosen Fahren. Während Musk den offiziellen Produktionsstart für April 2026 bestätigt hat, dämpfte er gleichzeitig die Erwartungen an das Tempo: Der anfängliche Hochlauf werde aufgrund des völlig neuen Designs und der neuartigen Fertigungsprozesse „quälend langsam“ verlaufen.
Dieses Fahrzeug ist der Dreh- und Angelpunkt in Teslas Strategie, ein gigantisches autonomes Ride-Hailing-Netzwerk aufzubauen und Giganten wie Uber und Lyft den Kampf anzusagen. In Austin betreibt Tesla bereits einen kleinen „Robotaxi“-Dienst mit überwachten Model Y, doch das Cybercab ist von Grund auf für die hocheffiziente Massenproduktion zu niedrigen Kosten konzipiert. Musks langfristiges Ziel ist fast schon science-fiction-artig: Alle 10 Sekunden soll ein Fahrzeug vom Band laufen, was einer jährlichen Kapazität von 2 Millionen Einheiten entspräche.
Warum das ein Game-Changer ist
Die Ankunft des ersten serienmäßigen Cybercabs ist ein massives Ausrufezeichen im Rennen um die Vorherrschaft bei autonomen Fahrzeugen. Während Konkurrenten wie Waymo derzeit noch die Nase vorn haben – Waymo operiert mit rund 2.500 Fahrzeugen, während Tesla erst bei einigen hundert steht –, setzen diese primär auf die Umrüstung bestehender Automodelle. Teslas Strategie hingegen zielt auf Skalierung durch ein günstiges, rein für diesen Zweck gebautes Fahrzeug.
Doch der Weg zum autonomen Olymp ist nach wie vor steinig. Tesla hat echtes, unüberwachtes „Level 5“-Autofahren noch nicht final gemeistert; das aktuelle Full Self-Driving (FSD) bleibt ein System, das menschliche Aufsicht benötigt. Zudem begrenzen staatliche Regulierungen in vielen Regionen die Anzahl der Fahrzeuge ohne traditionelle Bedienelemente auf öffentlichen Straßen. Das erste Cybercab ist ein beeindruckender produktionstechnischer Erfolg, aber es ist erst der Startschuss für einen Marathon gegen technologische Hürden, bürokratische Mühlen und die Skepsis der Öffentlichkeit.













